The week in pictures 11

La semaine 32

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Montag. In der Nachbetrachtung fällt mir auf, dass ich dringend mal vorher aufschreiben muss, ich habe nämlich keine Ahnung mehr, was ich Montag getan habe. Evtl. saß ich in der ULB, sehr wahrscheinlich sogar. Ich war sogar relativ motiviert, erinnere ich mich gerade und dann ging ich in die Mensa und da wurde mir schlagartig bewusst, dass ich niemals Akademikerin werden kann, denn dann würde ich ja ein schlimmer Mensch, der seine Kinder vernachlässigt:

Außerdem wird mir mal wieder bewusst, dass ich ohne Oropax nicht in der ULB arbeiten kann.

Dienstag. Auch an diesem Tag war ich in der ULB. Allerdings viel später als am Montag. Und auch weitaus unerfolgreicher. Weil ich nämlich einen Stapel Bücher ausleihe in den ich bis heute vielleicht zwei Mal reingeguckt habe. Erwähnte ich schon, dass ich jeden Morgen aufwache: “Maaasterarbeit!” denke und direkt danach: “Das, was du machen willst, funktioniert eh nicht”? Gut, dann hätte ich das hier mal festgehalten. Vielleicht denke ich mir deswegen direkt ein neues Thema aus:

Im ZDF läuft eine grottenschlechte Doku über die Romanows, die irgendwie so halb der Grund ist, warum ich nicht beim Yogilates bin.

Mittwoch. Zur allgemeinen Zerstreuung steige ich mit dem schlechtesten Krimi der Welt (mehr dazu bald hier) in die Bahn, fahre nach Köln und gehe in den Zoo. Das Kind, das mich und andere begleitet, ist heute wieder außergewöhnlich gut drauf. Ich lerne, dass ich eine super Luftmatratze abgeben würde und werde gefragt, warum meine Beine denn bitte so haarig sind? Nun ja, also…ich schlage vor, dass man mich am Zooausgang einfach abgibt und mich zukünftig als Yeti ausstellt. Zoo mit Kindern scheint eine grandiose Freizeitbeschäftigung zu sein.

Donnerstag. Die Stummfilmtage starten und irgendwie glaube ich, dass ich irgendwas wissenschaftliches gemacht haben könnte. Muss aber nicht unbedingt sein.

Freitag. Herr Pamphleteer ist in der Stadt, weswegen die Mayestät und ich ihn durch Bonn scheuchen. Tatsächlich besteht aber der Großteil unserer Konversation daraus, dass sie mich beschimpfen, während ich den größtmöglichen Stuss rede. Zwischendurch erscheint noch der exilsoester und ich merke, dass ich immer mehr vergreise, weil ich um 1 Uhr nachts im Bett liege. Außerdem kopiert irgendein Chinese dieses Blog und veröffentlicht es auf seiner Seite neu. Dank des Techniktagebuchchats wird mir der Hoster der Seite verraten und dem schreibe ich daraufhin eine pampige Mail, dass sie bitte meinen Content von diesem Dings löschen sollen.

Samstag. Obwohl der Freitag gar nicht anstrengend war, bin ich fertig und schaffe gar nichts, außer ein Pancake-Massaker zu zimmern, mir Schallplatten zu kaufen und meinem Ruf ein außerordentlicher Messie zu sein, massiv zu schaden. Die Matschigkeit des Tages könnte daran liegen, dass ich eine CD höre, die ich mal im Beisein von Herrn Pamphleteer erworben habe und die grottenschlecht ist.

Sonntag. Ist noch unproduktiver, der exilsoester und ich verprügeln meinen inneren Messie hart und ich höre Schallplatte, weil ich ja jetzt einen Schallplattenspieler habe und daher nun vollkommen verhipstert bin.

 

The week in pictures 10

Anfangen aufzuhören

Dieses Studium sollte eigentlich schon seit einem Jahr beendet sein. Ist es nicht. Ist es nicht, weil es das Ende ist. Dann ist es vorbei. Eigentlich ist es schon vorbei – mehr als vier Semesterwochenstunden hatte ich im letzten Jahr nicht mehr. Und dann will man fertig werden, aber warum denn? Dann ist man ja fertig. Dann muss man sich ja wirklich mal mit dieser Welt beschäftigen und erwachsen werden. Angst. Und außerdem: die Themen. Die sind alle doof. So eine Abschlussarbeit soll ja auch schick sein und nicht zum hundertsten Mal langweiliges Zeug wiederkäuen. Doof nur, dass alle Ideen, die ich habe, schon irgendwer anders hatte. Also doch nur langweiliges Wiederkäuen. Und darf man das überhaupt? Weil das ist ja gar nichts Eigenständiges. Aber es ist halt auch keine Dissertation. Und dann immer diese Zahl: 80 Seiten. Ich habe in meinem Leben noch nie 80 Seiten am Stück geschrieben. Ich habe es schon gehasst Hausarbeiten über zwölf Seiten zu schreiben. Bei der Bachelorarbeit ging das, warum auch immer. Jetzt geht das nicht. Wie soll ich denn mehr als 30 Seiten schreiben? Und wie strukturiere ich das denn? Und wie viel Theorie soll ich da rein packen und warum suche ich mir immer Themen aus, die eher heikel sind? Und warum eigentlich muss ich überhaupt aufhören zu studieren? Warum kann ich eigentlich nicht Langzeitstudentin werden? Argh. Und dabei habe ich das doch eigentlich alles in den letzten fünf (fast sechs) Jahren gelernt. Warum kann ich das denn nicht? Argh.

Bonner Linktipps der Woche vom 25. Juli bis 1. August 2014

Das Blogstöckchen ist in der letzten Woche anscheinend nicht weich gelandet oder ist nicht richtig angekommen. Damit das hier jetzt aber nicht in der dritten Woche schon abreißt, beantworte ich es einfach noch mal und werfe es dann weiter in der Hoffnung, das es jemanden trifft, der es auch beantwortet. Read on, read on!