La semaine 41

Montag. Da das Internetanmeldesystem der Universität in der Woche zuvor seine Arbeit verweigert hatte, fiel die Unitersivät an diesem Tage aus. Folglich konnte ich einen Tag länger im Sauerland verbringen, was jetzt nicht unbedingt wünschenswert ist, da es dort widerlichst kalt war, aber ich konnte mich noch einen Tag länger an einem fremden Kühlschrank, dessen Inhalt ich nicht finanzieren muss, laben. Danach begab ich mich auf eine über 3-stündige Reise mit 3 verschiedenen Regionalbahnen durch NRW. Ich werde das mal aufschreiben – irgendwann.

Dienstag. Uni hat eigentlich angefangen, aber weil Dozenten im Wintersemester ja nie Bock auf Uni haben, gibt’s heute keine Veranstaltungen. Deswegen schimmel ich ein wenig in meiner Wohnung rum. Wobei stimmt gar nicht, eine Veranstaltung gibt’s wohl. Sie nennt sich Seminarplanung. Bei der Seminarplanung kommt raus, dass das Seminar die nächsten vier Wochen leider gar nicht stattfinden kann. Weine bitterlich, immerhin ist es meine Lieblingsepoche namens Mittelalter. Ich merke, dass ich leider gar nichts über das Mittelalter weiß. Wir sollen nämlich Herrscherbiographien vorstellen. Überlege spontan, die fiktive Biographie König Artus‘ vorzustellen. Dass sie fiktiv ist, merke ich erst als die Kommilitonin neben mir an ihrer Lache fast erstickt.

Mittwoch. Uni fängt an, tolle Sachen zum Thema Stalin. Der Dozent redet wie Helge Schneider. Noch schrecklicher: meine Lieblingskommilitonen fluten mal wieder die Hörsäle. Weil ich sie während der vorlesungsfreien Zeit so vermisst habe, schieße ich erst mal ein Foto von ihnen, das ich später ausdrucken und über mein Bett hängen werde.

Ich mag sie so sehr wie ich meine Fruchtfliegen mag. Sie bewegen sich äußerst langsam fort und stellen die allerdümmsten Fragen, die ein Mensch stellen kann.

Später gehe ich meinen Glücksbringerfähigkeiten nach, sodass die Telekombaskets Bonn am Ende des Tages die Tabelle der Beko Basketballbundesliga anführen.

Donnerstag. Meine Unitersivät ist die tollste Uni in NRW. Das liegt daran: „Bonn hat zwar kaum einzelne Kategorien für sich entscheiden können, landete aber auch nie ganz hinten“. Mich hätte auch stark gewundert, wenn es anders gewesen wäre.

Freitag. Öhm nix passiert.

Samstag. Steige in den Zug gen Bochum. Also besser in zwei Zügen, denn Bonn ist nahverkehrstechnisch ca. so gut angeschlossen wie meine Heimatstadt. (Man muss sich mal überlegen, dass eine ehemalige Bundeshauptstadt überhaupt nur 4 Gleise hat.) Während der Bahnfahrt steigert sich mein Menschenhass ins Unermessliche – und das ganz ohne Kegelclubs. Bochum ist ausgehtechnisch um einiges weiter vorn als Bonn.

Sonntag. Ein Tag im Bett.

 

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich war zwar noch nie in Bonn aus, aber Bochum ist da echt… überdurchschnittlich gut ausgestattet, da gebe ich dir vollkommen recht :D (Es ist sowieso eine tolle Stadt, die… ach, lassen wir das.^^)

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