La semaine 49

Montag. In Bonn ist Afghanistankonferenz und Herr Hahn ist nicht im Seminar. Ich bin überglücklich. Leider erscheint er 30 Minuten später, er stand wohl mit seinem Auto im Stau. Allerdings verhält er sich unwahrscheinlich ruhig, was wohl daran liegt, dass er hinter einem Berg Geschirr sitzt, das da steht, weil das Studentenwerk es noch nicht abgeholt hat. 10 Minuten vor Ende des Seminars kommt dann jemand rein und räumt unter großem Lärm das ganze Zeug vom Tisch. Im Seminar wissen  weder Dozent noch Student, wann die Seeschlacht von Kopenhagen war. Glücklicher Weise kann ich unterm Tisch googlen. Beim Pubquiz versagen wir mal wieder.

Dienstag. Ich weiß wirklich nicht, was passiert ist. Interessant, dieses Kurzzeitgedächtnis.

Mittwoch. Dito.

Donnerstag. Ich gehe teuer frühstücken und unterhalte mich über die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere. Ich fühle mich wahnsinnig alt und frage mich, wie wir auf das Gesprächsthema gekommen sind. Ahja, am Nachbartisch saß ein extrem süßes Kleinkind, das mich ständig geblickfickt hat (achja, 2-jährige können das gar nicht), dann hat es mich geblickflasht. Danach mache ich eine Mützenberatung. Ich bin da äußerst schlecht drin…:

Danach setze ich mich bei Starbucks rein, weil ich eine Stunde lang die Zeit totschlagen muss. Blöder Weise setzen sich zwei Lehramtsstudentinnen der besonderen Art neben mich, die mich zu folgenden Tweets inspirieren:

Danach fahre ich meinen Arbeitsvertrag unterschreiben und leide unter einer Koffeinvergiftung. Später finde ich heraus, warum Herr Hahn so viel Geld hat.

Freitag. Weil die ARD die ersten 24 Folgen Verbotene Liebe online gestellt hat, habe ich den ganzen Tag nichts besseres zu tun als die unglaublich bescheuerte Geschichte von Jan Brandner und Julia von Anstetten zu verfolgen inklusive so kongenialer Aussprüche wie „Snowboard, die Variante mit nur einem Ski“, it’s oh so 1995 (mir fällt ein: da war ich 7).

Samstag. The boyfriend is in town, therefore gammeln wir ziemlich lange herum und machen uns dann zum Altstadtflohmarkt auf, wo der Freund ein Flixbuch zum Preis von 3 Euro schießt, begleitet werden wir dabei vom Fräulein Zorro, das wir diverse Male davon abhalten müssen emotional zu kollabieren, weil gewisse SMS nicht kommen. Kaufe ein erstes Weihnachtsgeschenk. Gehen dann auf eine „Vernissage“ vom Bonner Streetartisten in einem Klamottenladen. Bisschen enttäuschend, es gibt nur eine handvoll Bilder zu sehen (die Han Solo Konservenbüchse wurde schmerzlichst vermisst).

Sonntag. Wieder mal lange schlafen. Weil der Kühlschrank leer ist, müssen wir leider hungern. Später gucke ich noch den Baskets beim Verlieren zu (ich glaube mittlerweile, dass ich mir das besser nicht mehr live angucke, immer wenn ich mal nicht in der Halle bin, gewinnen die plötzlich).

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  1. LOL, jetzt weiß ich warum du den Menschen so ungern in die Augen schaust! – „geblickfickt“

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