La semaine 1 en 2012

Montag. Schlafe lange, soweit ich mich erinnere. War auch lange wach. Das neue Jahr ist ganz okay, soweit ich das überblicken kann. Verschönere die Behausung meines kleinsten Mitbewohners und verlasse ihn dann gen Bonn. Auf der Strecke nach Bonn haben sich 4 Holländer und ein Mensch aus Kassel (sagt man zu denen Kasseler? Bei uns zuhause heißt das Fleisch manchmal so) zu einem munteren tête-à-tête auf der A44 verabredet, was bei WDR2 zuerst noch als Baustelle, später dann als Unfall gelistet wird. So gerade eben noch pünktlich erreiche ich dann Bonn, um nach Trier weitergefahren zu werden. Trier hat ein äußerst unansehnliches Gewerbegebiet und generell ist mir Rheinland-Pfalz aus diversen Gründen zutiefst unsympathisch (diese Gründe kann ich nicht greifbar machen, sie machen wahrscheinlich den größten Teil meiner dunklen Seite aus). Weil wir in Rheinland-Pfalz sind, verliert meine Basketballmannschaft natürlich auch, obwohl ich versucht hatte, die Gastgeber mit ca. 10 bis 15 Euro zu bestechen.

Dienstag. Neujahrsvorsätze habe ich dieses Jahr abgeschafft, weswegen ich auch fast gar nicht meckere als mein Fittidate sagt, es hätte keinen Bock dahin. Hey, you’re the one with the Vorsätze, baby (baby is a fucking insider)! Stattdessen gammele ich also im Bett herum. Dann gehe ich in den Ghetto-Netto und passiere auf dem Weg dahin mein Lieblingsbrautmodengeschäft.

Mittwoch. Hochmotiviert verlasse ich um viertel vor elf das Haus. Gehe dann einkaufen und finde heraus, wie sich gesperrte Spieler meiner Lieblingsbasketballmannschaft ernähren. Komme zum Schluss, dass ich niemals professionell Basketball spielen werden kann. Erhalte dann ca. 3000 Karten für Basketballspiele. Leider darf ich die Karten nicht behalten. Weil ich ja schon so viel gemacht habe, begebe ich mich wieder dorthin, wo ich hergekommen bin.

Donnerstag. Ich stehe um 4 Uhr nachmittags auf, setze mich um 18 Uhr ins Auto und werde nicht von Sturmtief Andrea weggetragen. Dann versuche ich im Donnerstagabendfernsehprogramm des elterlichen Fernsehers irgendetwas interessantes zu finden. Es gibt nichts.

Freitag. Ich schlafe lange und weiß nicht mehr was ich gemacht habe, außer mich mit einem Amerikaner bis zu einem Zeitpunkt an dem er mich mit Hitler vergleicht über deren Obamacare zu streiten. Abends geht es ins Pubquiztrainingslager, wo wir den 4. Platz machen, weil die Fragen zu einfach sind [normaler Weise setzen wir uns immer mit der Beantwortung der äußerst schwierigen Fragen von den HONKS ab, dadurch, dass die Fragen aber für alle beantwortbar sind (wissen Sie reinzufällig für was das Autokennzeichen KE steht?)], scheitern wir mit 42,5 von 50 möglichen Punkten äußerst knapp vor dem dritten Platz (mit 43 Punkten), der übrigens eine Runde aufs Haus kriegt. Dementsprechend verletzt schlendere ich aus der Kneipe, wo ich fast vom Exilsoester überfahren werde. Der hat nämlich beschlossen mich auf dem Parkplatz zu vergessen, weswegen ich äußerst netter Weise von einer überaus charmanten und tollen Person nach Hause transportiert werde, wo dem Exilsoester sein Missgeschick mittlerweile auch aufgefallen ist.

Samstag. Ich backe Pesto-Spinat-Schnecken und fahre nach Bonn. Aufgrund eines überkrassen Platzregens inklusive ein wenig Aquaplaning und latenter Verpeiltheit meinerseits erreiche ich Bonn wieder im allerletzten Moment. Dieses Mal geht es nach Mönchengladbach wo ich der Fratze des Ruhms ins Gesicht blicke. Glücklicher Weise bekomme ich als Entschädigung für dieses einschneidende Erlebnis ein Abendessen ausgegeben. Lena Meyer Landrut gibt mir dann aber endgültig den Rest (und dies ist einer der wenigen Momente in denen ich nicht mit Herrn Heinser übereinstimme, btw. in der Folge aus der vorangegangenen Woche macht Cosma Shiva Hagen übrigens wieder Promo für Aperol Sprizz)

Sonntag. Nachdem ich diese komische ZDF-Doku in der Mediathek kaputt geguckt habe (und mich frage aus welchem Schlägerformat sie den Sprecher her haben), schlafe ich schnell ein, um relativ fit zum Geburtstagsbrunch von @BeverlyBeuel zu erscheinen, der wirklich formidabel ist. Danach geht’s wieder zu den Basketballern, die dieses Mal gewinnen, sodass ich mich mit ihnen versöhnen kann. Ein netter Wochenausklang, auch wenn ich befürchte, dass ich eh innerhalb der nächsten 24 Stunden von einem See in der Umgebung umgebracht werde, wie die britische Daily Mail zu berichten weiß. (Hey, liebe Berliner, da Berlin weiter von diesem See weg zu sein scheint als London: WO KANN MAN HIER ASYL BEANTRAGEN?)

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „und dies ist einer der wenigen Momente in denen ich nicht mit Herrn Heinser übereinstimme, btw“
    Ha, ging mir nämlich auch so! Ich schätze den guten Lukas Heinser sonst auch sehr, aber bei dem Text hatte ich doch so einige Fragezeichen auf der Stirn.

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