Jahresendzeitfragebogen 2012

Zugenommen oder abgenommen?
Es interessiert mich nicht. Ich passe noch in alles rein und mag mich.

Haare länger oder kürzer?
Nachdem ich mir nach diesem Friseurbesuch eigentlich geschworen hatte, meine Haare mindestens bis in die Kniekehlen wachsen und Friseure links liegen zu lassen, nervten sie mich im Mai dann ganz gewaltig. Hinzu kam, dass ich die erste Folge der fünften Mad Men Staffel und Megan Drapers bezaubernde Haarpracht sah. Statt weiterhin beim Billigfriseur die Spitzen schneiden zu lassen, setzte ich mich vor talentierte Hände und mag die Frisur jetzt recht gerne, auch wenn sie gerade wieder länger wird, aber es ist schließlich sowas wie Winter draußen, da darf das auch sein.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Statt mal nachgucken zu lassen, ob meine Kontaktlinsen perfekt für mich sind, laufe ich jetzt seit 1,5 Jahren mit ihnen rum. Da ich bislang alles noch recht gut erkenne, keine Kopfschmerzen bekomme und m. E. keine größere Gefahr für den Straßenverkehr darstelle als sonst auch, nichts von beidem. Allerdings wollte ich mir demnächst mal wieder eine neue Brille zulegen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Da ich 2012 mal wieder einen Nebenjob hatte bzw. ihn auch immer noch habe und jetzt sogar noch mehr arbeite, habe ich auch mehr Geld und folglich auch mehr Geld ausgegeben. Weniger Geld habe ich seit Jahresmitte allerdings für Zigaretten ausgegeben.

Der hirnrissigste Plan?
Ich hatte dieses Jahr wenig Plan, mehr so: schauen wir mal, was alles geht.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mich zwei Wochenenden hintereinander mit Seniorenstudenten und anderen nicht besonders angenehmen Menschen in einen Bus zu setzen und zu denken, dass ich am Ende der Fahrt nicht vollkommen ausraste. Ich bin nicht ausgerastet, aber fast wäre ich es. Außerdem werde ich nie wieder jemandem glauben, dass er eine „Zäpfchenschwellung“ hat. Eingehende Studien meinerseits haben ergeben, dass es diese Krankheit gar nicht gibt.

Die teuerste Anschaffung?
Das iPad. Aber allein die Tatsache, dass auf ihm Homeland gucken am meisten Spaß macht, lohnt den Kauf voll.

Das leckerste Essen?
Öff. Öhm. Achso, ja, immer wenn ich hier war, hat es richtig gut geschmeckt.

Das beeindruckendste Buch?
Wenig gelesen, noch weniger rezensiert und das, was rezensiert wurde, ist nicht besonders gut weggekommen (das hier ist schließlich ein Aggro-Service-Blog). Nicht rezensiert habe ich Philip Roth – Nemesis [kein affiliate-Link], das ich in der Originalfassung gelesen habe und wegen Sätzen wie diesen für gut befand:

That box from which you cannot force your way out. That box in which a twelve-year-old was twelve years forever. The rest of us live and grow older by the day, but he remains twelve. Millions of years go by, and he is still twelve.

Der berührendste Film?
Ich denke wenig in solchen Kategorien. Ich könnte noch nicht mal sagen, welchen Film ich überhaupt berührend finde. Ich weine im Kino auch nicht. Not my place to cry. Am unterhaltsamsten fand ich wohl Ziemlich beste Freunde und vor kurzem Wag the dog, der war auch gut.

Das beste Lied?
Auch dieses Jahr verrät iTunes schlimme Sachen, wenn ich das meist gehörte Lied suche, aber das, was mir am besten gefallen hat ist wohl das hier:

Das schönste Konzert?
Auch hier: uff. Ich war dieses Jahr auf einem einzigen Konzert. Der Interpret hieß Bob Dylan und ich hatte etwas anderes erwartet, als dass, was ich dann letztendlich bekam. Es war möglicher Weise auch keine gute Idee, den Open-Air-Platz so aufzubauen, dass die untergehende Sonne einem total ins Gesicht knallt, wenn man zur Bühne guckt. Es tut mir Leid für mich und irgendwie auch für die Musik von Herrn Dylan, die ich eigentlich sehr mag, an dem Abend aber nichts für mich war. Stattdessen haben wir uns irgendwann Bier trinkend an irgendeinen Stand gesetzt und die Musik im Hintergrund vor sich hinplätschern lassen. Für 70 Euro Konzertticketpreis etwas dekadent und dabei haben wir dann auch verpasst, wie er Blowing in the wind gespielt hat, aber das lag wohl mehr daran, dass er es bei Konzerten gerne bis zur Unkenntlichkeit zerspielt.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dem Radio und dabei gemerkt, dass ich das eigentlich gar nicht möchte.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
allen Menschen, die gerade da waren als ich nicht gezwungen war irgendetwas tun zu müssen.

Vorherrschendes Gefühl 2012?
Was soll das und was will ich eigentlich?

2012 zum ersten Mal getan?
Ein Buch rezensiert, damit in einer überregionalen Zeitung erschienen und dafür richtig Geld bekommen. Im Sinne von richtig.

2012 nach langer Zeit wieder getan?
Die Phase, in der ich Freundschaften per Brief beendet habe, war wieder kurz vorm Ausbruch. Das letzte Mal als ich das gemacht habe war ich 16 und so fühlte sich das auch an. Der Brief liegt allerdings vorformuliert in meinem Kopf.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Menschen, die anscheinend nur an mir interessiert sind, wenn sie sich entweder über mich aufregen können oder mich für Dienstbotenangelegenheiten einsetzen können und dennoch behaupten mit mir befreundet zu sein. Das Abtauchen von heute auf morgen. Stress in Bezug auf ehrenamtliche Tätigkeiten, die in etwa so viel Zeit in Anspruch nehmen wie ein handelsüblicher Nebenjob.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Es wäre wirklich klasse, wenn Sie dieses Projekt, das Sie vor sieben Jahren so toll fanden, mal weiter unterstützen würden, anstatt ihm ständig Steine in den Weg zu legen, weil Sie nicht wissen, dass Sie offiziell dafür zuständig sind.

2012 war mit einem Wort…?
Anstrengend, aber auch schön.

184074_3210239274194_1443231084_nHier geht’s zu 2011 und 2010.

 

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