Jahresendzeitfragebogen 2011

Zugenommen oder abgenommen?

Weder noch. Ich halte mein Gewicht konstant seit 2005. Fragen Sie mich nicht warum. Es ist mir auch sehr egal. Und Ihnen kann das auch egal sein. Sollte es das nicht, empfehle ich Ihnen noch mal dringend die Lektüre dieses Buches.

Haare länger oder kürzer?

Ich war, meines Wissens nach, in diesem Jahr ca. drei Mal beim Friseur. Ich habe den diversen Friseuren jedes Mal klar gemacht, dass ich nur da bin, weil sie etwas Schnitt ins Haar bringen sollen, ich aber in keinem Fall unnötig Haare lassen möchte. Deswegen sind sie dieses Jahr länger geworden. Mittlerweile nerven sie mich aber schon sehr. Mal gucken, wie lange ich dieses Experiment noch durchstehe, bevor es wieder zur Radikalkur à la “Du-siehst-aus-wie-der-Frontman-von-Mando-Diao” geht.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch. Dafür jetzt mit Kontaktlinsen, was eine harte Schule war. Mittlerweile kann ich meine Augäpfel aber antatschen wie ich lustig bin.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr, allerdings weiß ich nicht ganz so recht wofür.

Der hirnrissigste Plan?

Dauert etwas länger: Nachdem bei mir im Februar eingebrochen worden war, sah ich mich nicht in der Lage, während eines 8 Stunden/Tag Praktikums auch noch nebenher drei Hausarbeiten à insgesamt 50 Seiten zu vollbringen. Deswegen bat ich zwei Profs um Zeitaufschub und klingelte beim Prüfungsamt an, um zu fragen, ob ich von der einen Hausarbeit zurücktreten könne. Das wusste das Prüfungsamt nicht, wollte sich aber umhören. Parallel dazu erklärte ich dem Prüfer eben dieser HA, die ich nicht mehr schreiben wollte, dass ich diese nicht abgeben würde. Die Zeit verging, die Nachmeldephase begann. Ich hatte keine Antwort vom Prüfungsbüro erhalten, weswegen ich einen Tag vor Torschluss nachfragte. Die lapidare Antwort: Man kann nicht von Hausarbeiten zurücktreten. Deswegen kroch ich beim Prüfer zu Kreuze, der mir Verlängerung anbot. Zwei Wochen später mailte mir der Oberhäuptling des Prüfungsamtes, dass man sehr wohl von Hausarbeiten zurücktreten könne, woraufhin ich irgendjemand, der ähnlich dachte wie ich, an das Hauptgebäude der meinigen Universität “Macht kaputt, was euch kaputt macht” sprayte. [Liebe mitlesenden Mitarbeiter der Universität Bonn, ich war das wirklich nicht, es handelt sich um einen Witz!] So hatte ich noch eine weitere Hausarbeit an der Backe kleben. Tragischer Weise hatte mir mein Dozent nicht verraten, wann er die Hausarbeit haben wollte, weswegen ich mir mit ihr bis Anfang September Zeit ließ. Ziemlich hirnrissig, wenn man nebenbei noch eine Bachelorarbeit schreibt.

Die gefährlichste Unternehmung?

Ich verdränge sowas sehr gut. Generell begebe ich mich ungern in Gefahr. Ich nenne jetzt mal einfach als gefährlichste Unternehmung JEDE VERDAMMTE AUTOFAHRT MIT HERRN DERIX (der mir deswegen virtuell und analog (hoffentlich nur) eins über die Rübe braten wird).

Die teuerste Anschaffung?

Infolge des Einbruchs musste ja sämtlicher elektronischer Hausrat erneut angeschafft werden, weswegen the baby am 24. Mai 2011 ein wenig größer wurde und deswegen auch sehr viel mehr kostete als ihre Vorgängerin. (Aber sie ist toll)

Das leckerste Essen?

Das Hochzeitsessen von @BeverlyBeuel.

Das beeindruckendste Buch?

Ich habe mehr gelesen als letztes Jahr. Ich habe bei “Zwei an einem Tag” geweint. Das ist das dritte Buch, das ich anscheinend zu einer ungünstigen Phase meines Hormonspiegels gelesen habe. Beeindruckend war es dann trotzdem nicht. Ich verweise mal wieder auf die Nudeldicke Deern. Auch wenn Ihnen das wahrscheinlich jetzt wieder zum Halse raushängt.

Der berührendste Film?

Auch im Kino war ich dieses Jahr. Berührend ist wahrscheinlich das falsche Wort, aber weil er in Deutschland noch nicht raus ist und ich ihn sehr gut fand und deswegen erstmal einen John le Carré-Flash bekommen habe…

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=YE5-1ndg6uA&w=560&h=315]

ACH DU SCHEISSE IST DIE SYNCHRO SCHLECHT!!!

Das beste Lied?

Laut lastfm waren das Cold War Kids mit Louder Than Ever. Kann ich mit leben.

Das schönste Konzert?

Das einzige Konzert, das ich dieses Jahr besuchte, war die RhEINKULTUR 2011. Damals wusste ich noch nicht, dass ich bei ihrer Beerdigung anwesend war. Abgesehen vom Verkehrschaos war es aber ein sehr würdiger Abschied.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

dem Internet und der Bachelorarbeit.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

dem Exilsoester und diversen Menschen, die ich im Reallife an mich heranlasse.

Vorherrschendes Gefühl 2011?

Scheißendreck!

2011 zum ersten Mal getan?

mich wegen Geld mit jemandem in die Haare gekriegt, die Aussitztaktik probiert, die Polizei angerufen, ein Praktikum bei einem Fernsehsender gemacht, eine Bachelorarbeit geschrieben.

2011 nach langer Zeit wieder getan?

Im Fitti gewesen, diverse Überlegungen angestrebt, alte Hobbys wieder zu reaktivieren (Pferde ärgern zum Beispiel).

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Schicksalsschläge im Freundeskreis, dumme Affen, die es auf meinen “Besitz” abgesehen hatten, die Bachelorarbeit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Akzeptiere dich, wie du bist. (ja, raten Sie mal, woher ich das hab, ist ganz schwer)

2011 war mit einem Wort…?

beschissen

Falls es Sie interessiert, hier ist der Jahresendzeitfragebogen aus dem Jahr 2010.

Kommentare

Anke sagt:

Mir hängt das nicht zum Hals raus. (Dankeschön.)

Patrick (@X2921294H) sagt:

Danke … Deine Postings haben mein 2011 bereichert. Sehr.

ExIlsoester sagt:

2012 wird besser. Versprochen.

Da dein Blog von deiner grimmigen Art lebt, werde ich dir sicherlich nix Gutes wünschen! Vielleicht das du mehr Zeit zum bloggen hast, mehr aber auch nicht. ;)

Sebastian sagt:

Tss … gefährlich… wieviele Unfälle hatte ich und wie oft bist Du im Vergleich dazu GEGEN die Stadt gefahren?

ellebil sagt:

Was kann ich bitte dafür, dass die Unitiefgarage sogar für einen Kleinwagen zu eng ist?

Sebastian sagt:

Also, ICH bin da im zu Ende gehenden Jahr mehrfach – auch mit einem deutlich größeren Wagen – unbeschadet rein und wieder raus gekommen.

ellebil sagt:

ich kann nur sagen: In diese bestimmte Parklücke hättest DU auch nicht reingepasst und außerdem ist dein Schaukelpferd nicht deutlich größer als meins

Sebastian sagt:

Aber das Medienpferd is größer. Und ICH hätte vermutlich gesehen, dass es nicht gepasst hätte und wäre deshalb nicht gegen die Wand gefahren. ;)

ellebil sagt:

ich bin NICHT gegen die Wand gefahren, sondern dran entlanggeschrammt und das auch höchstens nur für 3 cm. Aber bitte:
https://www.youtube-nocookie.com/v/wDpDEK5eaAo?version=3&hl=de_DE&rel=0

ellebil sagt:

Und sogar die Uni hat schon erkannt, was das für ein blödes Parkhaus ist:
“ab Montag, den 09.01.2012 finden für zwei Wochen dringend notwendige Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage der Uni Bonn statt. In dieser Zeit kann es zu Behinderungen und aufgrund einer reduzierten Anzahl an Stellplätzen zu einer Stellplatzknappheit kommen.”

[…] 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016. […]

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