© Ronny Bittner
An meiner Uni wird zur Zeit Wahlkampf betrieben. Wieder mal wird das Studentenparlament gewählt, das ein Jahr lang irgendwas macht. Was genau das ist, ist fraglich. Zumindest für die mindestens 83% aller Bonner Studenten, die absolut keine Lust haben, irgendwas zu wählen außer dem Essen in der Mensa (und das ist auch meist eine Wahl zwischen Pest und Gomorrha). Was also tun?
Tragischer Weise kommt diese Idee viel zu spät, aber sie kommt. Ich stelle sie hiermit unter die Creative Commons Lizenz, welche erlaubt, jegliches Schindluder mit dieser Idee zu treiben. Überall, wo auch immer sie möchten. Denn gemeinsam mit Herrn Bittner habe ich gerade eine Vision entwickelt, eine Vision, die der Welt endlich zu mehr Weltfrieden verhelfen könnte. Die schnöde Politik besser erlebbar machen könnte. Auch für Studenten. Besonders für Studenten.
Sie glauben gar nicht, was dann an der Uni alles möglich wäre. Zwischen Juni und August würde meine Partei den Hofgarten mit Hüpfburgen aufwerten. Die Vorlesungszeit würde abgeschafft, es gäbe nur noch die vorlesungsfreie Zeit. Praktika dürften nur noch mit einem Mindestlohn von mindestens 150 Schausten-Euros/Tag entlohnt werden und die Tätigkeit dürfte die intellektuelle Herausforderung, eine Kaffeemaschine zu bedienen, nicht übersteigen.
Soweit zu meinem Traum. Natürlich müsste aber erstmal Wahlkampf betrieben werden. Herr Bittner und ich träumen in unserem Größenwahn davon, dass unsere Liste in Bonn bereits am Tag ihrer Geburt so populär ist, dass man sie gar nicht groß bewerben muss. Deswegen muss man auch niemandem erklären, warum wir ein Schaf als Maskottchen haben (es ist zum einen eine Widmung an meinen hochgeliebten alten Erzfeind Johann Wolfgang Schoop, als auch die Metapher dafür, dass wir DIE ALTERNATIVE für willenlose Herdentiere sind. Natürlich ist das Schaf auch ein Akronym für Super-Chaotische-Herden-Analphabeten-für-Eintopf). Aber Wahlkampf interessiert uns aus bereits genannten Gründen nicht. Stattdessen wollen wir den armen übrigen Hochschulgruppen noch einen letzten Strohhalm reichen und drucken Werbung für sie auf unsere Plakate. Da hätten wir als Vorschläge:
- “wählt uns nicht, wir wollen eigentlich gar nicht”
- “RCDS – Hauptsache: Blond!”
- “LUST: Pöbeln aus dem Elfenbeinturm”
- “JuSos: Man kann uns eh nicht von den Grünen unterscheiden”
- “Grüne: Man kann uns eh nicht von den JuSos unterscheiden
- “Die Demokraten: Unsere schärfste Konkurrenz”
- “UBIG: Mehr Regenbogen für alle”
- “Reh-Partei: Für mehr Phantome an der Uni”
So in etwa könnte das funktionieren. Natürlich bräuchten wir neben den oben erwähnten Forderungen noch viel mehr. So könnte man zum Beispiel fordern, das Mensaangebot endlich auf Dschungelcampniveau anzuheben, Jorgo Chatzimarkakis endlich zum neuen Unirektor zu machen, mehr Seniorenstudenten an die Uni zu holen (warum haben die eigentlich keine Vertretung im SP? “Die grauen Herren und Damen” aka DgHuD wäre doch ein prima Name für so eine Hochschulgruppe) und die Philosophische Fakultät endlich mal komplett abzuschaffen.
Leider kommen wir mit unserer Idee leider viel zu spät. Nächste Woche sind schon die Wahlen und wir kommen leider nicht mehr auf die Liste. Falls Sie also in Bonn studieren: gehen Sie nächstes Jahr auf jeden Fall wählen!
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