Schlagwort: gedicht

Wie ich den 68ern ein Gedicht widmete

Ich habe die 68er verraten. Des öfteren. Mein cholerischer Französischlehrer wollte immer wissen, wer die Schuld an der Verrohung der Gesellschaft zu tragen habe und weil es so einfach war, sagte ich, was er hören wollte: “Die 68er!”. Ich hatte auch ein wenig ein schlechtes Gewissen und wollte den 68ern mal sagen, warum das mit ihnen und mir so ist, wie es ist – nicht einfach. Also habe ich mit 16 ein Gedicht geschrieben. Weil gerade viele ihre “Frühwerke” neu oder überhaupt veröffentlichen, springe ich ganz dreist mit auf den Zug. Und präsentiere Ihnen nun, was ich in den Weiten des Internets fand: meine 16-jährige Existenz. Ich fand Texte, von denen ich dachte, sie wären unwiederbringlich fort. Doch wir wissen ja, dass das Netz nie vergisst und deswegen zeige ich Ihnen jetzt mein 16-jähriges Ich, das als politische Lyrikerin ganz groß rauskommen wollte. (Leider hat nie ein Schulbuchverlag angeklopft und gefragt, ob ich die Rechte abtrete, ich bin wirklich untröstlich). Falls Sie mit diesem ungehörigen Zur-Schau-Stellen einer unschuldigen 16-jährigen nicht klar kommen, klicken Sie einfach hierhin, dann wird’s besser. (mehr …)