Autor: ellebil

Kann mal eine Zombie-Apokalypse kommen?

Neben Umweltkatastrophen oder zu langen Nasenhaaren ist eine tatsächliche Bedrohung der Menschheit die Zombie-Apokalypse. Die Zombie-Apokalypse kann irgendwann mal kommen – und das macht sie gefährlich. Dadurch, dass sie irgendwann mal kommen kann, weiß man nicht, wann sie kommt. Folglich gilt man als kruder Spinner, wenn man sich ein Zombie-Apokalypsen-Notfall-Set anschafft (abgesehen davon können Zombies ja nur durch Kopfschüsse getötet werden, weswegen es als außerordentlich nützlich erscheint, einfach eine ordentliche Wumme unterm Kopfkissen versteckt zu halten).

Krude Spinner arbeiten auch beim amerikanischen Office of Public Health Preparedness and Response, das den Centers for Disease Control and Prevention angehört. Die Damen und Herren werden also von US-Steuergeldern finanziert und erforschen Risiken. Auch sie sehen ein, dass uns über kurz oder lang eine Zombie-Apokalypse droht und beschäftigen sich dankenswerter Weise schon heute damit, die Menschheit auf diesen finalen Endkampf Gut gegen Nicht-ganz-so-gut vorzubereiten.

Der Director Office of Public Health Preparedness and Response, Dr. Ali Khan, hat sich der Vorbereitung auf die Zombie-Apokalypse persönlich angenommen. Dr. Khan ist auch ein ausgewiesener Fachkenner für Zombie-Apokalypsen, seine ausgewiesenen Forschungsprojekte betreffen die Felder “bioterrorism, global health, and emerging infectious diseases” und irgendwie fallen Zombies ja in alle diese Kategorien.

Die Frage ist aber nun: was kann ich tun, um die Zombie-Apokalypse abzuwenden? Dr. Khan beschäftigt sich in seinem Blog auch mit dieser Frage und antwortet lapidar, dass man sich auf die Zombie-Apokalypse einfach so vorbereiten sollte wie auf jede andere Apokalypse auch. Das ganze Blog ist also ein einziger Werbefeldzug für sein Office!

Bestimmt hat die Zombie-Apokalypse eigentlich schon begonnen und nimmt ihren Anfang am Zentrum des Office of Public Health Preparedness…

Dieser Blogeintrag entstand nur, weil hier ständig Leute mit Zombie-Apokalypsen-Anfragen landen. Ausgewiesene Zombie-Experten bei twitter sind übrigens @Limbo1 und @mykke.

Eine möglichst dumme Überschrift: Twöckchen

Disclaimer: Irgendwie geht Kati davon aus, dass ich sie jetzt hasse.

Warum weiß ich nicht. Als ob man Kati hassen könnte, ich bitte Sie!

Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat oder beruflich?
Bis vor zwei Monaten hätte ich die Frage, seit wann und wer ich auf twitter bin und wie ich es nutze, deutlichst beantworten können. Jetzt nicht mehr. Jetzt habe ich einen dieser fancy Jobs namens Community Manager oder Social Media Manager. Seitdem weiß ich nicht mehr, wer ich auf twitter bin. Da, wo ich arbeite, ist man -was das Internet angeht – in Teilen noch sehr, nun ja, skeptisch. Deswegen wollte ich nicht mit der Tür ins Haus fallen und sagen: “Hier guckt mal, mein privater Account, falls ihr euch sonntags beim tatort immer langweilt, dann schaut doch mal bei @ellebil auf twitter nach! Ich bin da schon seit 2008!”. Stattdessen habe ich mir wirklich einen Zweitaccount eröffnet, wobei ich mich gar nicht unbedingt vor meiner eigenen Meinung schützen will, mir darf/kann/soll natürlich jeder auch privat folgen können, aber wer das nicht möchte und trotzdem mehr über meine Arbeit wissen will, kann dafür natürlich auch einfach nur dem Arbeitsaccount folgen. Ich sehe auch ein bisschen einen Schutz darin, im “Privataccount” meine Meinung äußern zu können, was das mit dieser Privatsphäre und diesem Internet angeht vermischt sich ja schnell viel. Deswegen steht in meiner Twitterbio jetzt auch der eindeutige Hinweis, dass das der Privataccount ist, also mein Wohnzimmer, und in meinem Wohnzimmer darf ich den Tatort auch doof finden.

Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?
Ich rege mich gerne auf. Außerdem mag ich twitter vorm Fernseher recht gerne und gelegentlich kann ich wahrscheinlich auch witzig sein. Und seitdem ich auch beruflich twittere, fließen gelegentlich auch Themen aus meinem Arbeitsbereich in den privaten Twitteraccount (und nein, das geschieht nicht mit vorgehaltener Knarre).

Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?
Ich arbeite Teilzeit und gucke da schon viel bei twitter rein, nebenher schaue ich eigentlich immer rein. Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich die Timeline nicht checke und wenn ich das in Stunden ausrechnen wollen würde, dürften meine Eltern diese Zahl wohl nie herausfinden. Als kleiner Newsjunkie bin ich aber eh nicht zu retten.

Auf welchen Social-Media-Kanälen bist Du aktiv?
Neben twitter und facebook liebe ich instagram, habe einen Google+-Account, der aber weitestgehend an mir vorbeigeht, und Vine mag ich gelegentlich recht gern. Großartig finde ich außerdem Timehop, einfach nur um zu wissen, was ich die letzten drei Jahre so ins Netz gepustet habe. In 85% der Fälle könnte ich mich für diese Postings schlagen ^^. Bei qype bin ich in 95% der Fälle stille Leserin, formspring.me und ich müssen erst wieder zusammenfinden, weil sie mir damals echt weh getan haben. Meinen flickr-Account, den ich hier recht prominent verlinke, habe ich seit Jahren nicht mehr befüllt. Ich habe noch einen tumblr in dem ich die krudesten Leserbriefe sammele, die ich so finde – momentan komme ich aber nicht dazu, den tumblr regelmäßig gut zu bestücken.

Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social-Media-Kanälen ein?
Wie twitterte Hagen?

https://twitter.com/ausnahmsweise/statuses/330255286982029312

und das stimmt einfach. Twitter ist einfach am schnellsten, weswegen meine facebook-Timeline gelegentlich zum Gähnen ist. Aber nur gelegentlich. Außerdem mag ich bei Twitter die Unverbindlichkeit, bei facebook hab ich oft das Gefühl, nachlesen zu MÜSSEN, was die Leute so gepostet haben, bei twitter gucke ich rein, muss aber nichts nachlesen. Meine Timeline ist eigentlich immer auf Zack und retweetet fleißig, sodass ich meine seltener etwas zu verpassen, weil ich unaufmerksam war.

Organisierst Du Tweet-ups bzw. nimmst Du daran teil?
Bislang eher weniger. Ich leide an der Angst im Internet interessanter zu klingen als ich es in Wahrheit bin. In letzter Zeit ändert sich das aber und das finde ich sehr gut, vor allem, weil man dadurch immer noch eine Menge neuer Leute kennenlernt, die nicht fragen: “Was sind denn das für Menschen, die twittern?” (und da in den letzten zwei von drei Artikeln das Wort Ironblogger vorkam, dann jetzt auch hier wieder).

Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?
Frust ablassen, reply-Pingpong, faven, Menschen mögen, Gleichgesinnte finden.

Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?
1-, gelegentlich nervt das Non-Gementione, das elendige “Congrats on your 50-Star-Tweet”-Retweete und wenn Memes nicht früh genug wieder abflauen, sondern gelegentlich dann in eine Zwei-Parteien-Shitstorm ausarten (wobei ich Diskussion natürlich toll finde, hier, ne?).

Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?
Lenovo: privat twittere ich wirklich von der Twitterseite aus und verstehe auch nicht, was daran schlimm sein könnte. Beruflich ist es Hootsuite.

iPhone/iPad: App von twitter – kann alles, was ich brauche, auch zum Accountmanagen.

Die Nächsten, bitte!
Frau Schüßler, Herr Johannes, Frau lemontonic21, Herr Derix, Frau Karin1210 und Herr hellojed bitte!

1zwo3 @Fabrik45

Seit geraumer Zeit sieht kann man in Bonn mehr lächelnde Menschen wahrnehmen. Als Grund dafür vermute ich 1zwo3, der durch Bonn zieht und seine Streetart aufklebt. Auch ich bin immer sehr glücklich, wenn ich irgendwo wieder ein neues Kunstwerk entdeckt habe, meistens zücke ich dann auch sofort das Smartphone.

So wie hier zum Beispiel.

So wie hier zum Beispiel. (ellebil, CC-BY-SA)

Weil die Werke von 1zwo3 in der Regel allerdings nicht für die Ewigkeit sind und manche Leute sich auch an ihnen stören (was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, sie tun nämlich niemandem weh und machen auch nichts kaputt), sind die intelligent-witzigen Kunstwerke immer nur sehr kurz in Bonn zu finden. Mir ist es schon öfters passiert, dass ich im 1zwo3-Tumblr ein besonders schönes Werk fand, das ich dann in echt leider gar nicht mehr bewundern konnte.

Vor 1,5 Jahren machte 1zwo3 dann eine Ausstellung im Chewing Gum, das heute Sugarfree heißt. Dort konnte man auch den Beethoven im Trainingsanzug als T-Shirt erwerben. Leider war die Ausstellung nicht besonders groß, dafür aber sehr fein.

Das kann man von der aktuellen Werkschau in der Fabrik45 übrigens auch sagen. Zwar hätte es mich gefreut, wenn es noch ein paar mehr Kunstwerke gegeben hätte, aber das was gezeigt wurde, war den Weg zum Hochstadenring schon Wert. Mein Highlight waren übrigens die drei neuen Affen:

dreiaffen1

Aber auch sonst ist die Fabrik45 sehr sehenswert. Leicht versteckt, direkt neben der Viktoriabrücke ist ein nettes Ausstellungsloft entstanden, das ich zwar öfter mal vom Namen her mitbekam, schändlicher Weise aber noch nie mit einem Besuch bedachte – wird sich in der Zukunft ändern (wie so vieles, die Ironblogger könnten mich glatt dazu bewegen, die Ausflugsziele in der näheren Umgebung auszutesten).

Eingang Fabrik45, ellebil CC-BY-SA

Eingang Fabrik45, (ellebil CC-BY-SA).

Wenn im Eingang ne Eule rumklebt, hat man mich ja sofort. (ellebil, CC-BY-SA)

Wenn im Eingang ne Eule rumklebt, hat man mich ja sofort (ellebil, CC-BY-SA).

Die Fabrik45 von innen (ellebil, CC-BY-SA)

Teile der Fabrik45 von innen (ellebil, CC-BY-SA).

Während der Ausstellung kam mir übrigens in den Sinn, dass sich gerade Vine vorzüglich für eine Ausstellungsdokumentation eignen müsste. Daher nahm ich dann kurzerhand dieses Video auf, das aber nicht alle Ausstellungsstücke zeigt, das ich hier aus Gründen, die sich mir nicht erschließen nicht embedden kann. Daher bitte einfach hier klicken.

Zur nächsten Ausstellung gehe ich übrigens wieder. Diese hier ging vom 7. bis zum 9. Juni und war für meinen Geschmack etwas zu kurz zu sehen. Außerdem warte ich darauf, dass 1zwo3 neben seinem Postershop demnächst auch endlich 1zwo3-Tapeten rausbringt, sollte ich demnächst wirklich umziehen, würde ich das nämlich tatsächlich stark in Betracht ziehen.

My friends all drive Porsche I must make amends

Edit 10.6.2013: interessanten Hinweis eines Lesers erhalten. Die Dame, von der der unten verlinkten Spiegel-Artikel stammt, arbeitet bei der dpa, weswegen der Artikel, so oder so ähnlich auch noch bei RP Online, dem Kölner Stadtanzeiger und der Mittelbayerischen zu finden ist.

Samstagmorgenlektüre, die den Puls ganz schnell auf Betriebstemperatur bringt. SpiegelOnline veröffentlicht Plattitüden, die Geisteswissenschaftler (die meisten sind übrigens schöngeistige Akademiker – also quasi das studentische Äquivalent zum journalistischen Feuilleton) bei der Berufswahl helfen sollen.

1. Ich soll mir also Gedanken über mein Berufsfeld machen. Toller Tipp, wäre ich selbst nicht drauf gekommen. Eigentlich glaube ich die ganze Zeit, nach dem Studium einen privaten Förderer zu finden, der sein ganzes Geld in meine kruden Forschungsideen stopft. Naturwissenschaftler, Ingenieursstudenten und alle anderen Vernünftigen wissen natürlich immer ganz genau, was sie machen wollen. Biologen z.B. haben auch keine Probleme beim Jobfinden, das ist ein ausgemacht geisteswissenschaftliches Problem.

2. Für Geisteswissenschaftler sei es besonders wichtig die eigenen Stärken zu erkennen. Alle anderen, nun ja, die haben ja anständig studiert, die können so irgendwie mitschwimmen, die finden dann auch in jedem Fall einen Job, der muss sie dann nicht ausfüllen, Hauptsache das Geld ist da. In Feedbackkursen mit anderen sollen Geisteswissenschaftler am besten schon früh die eigenen Stärken erkennen. Durchaus ein nützlicher Tipp. Die Frage ist: gilt das jetzt nur speziell für Geisteswissenschaftler? Lohnt sich das nicht für alle?

3. Seminare zur beruflichen Orientierung besuchen. Herzallerliebst. Geisteswissenschaftler lernen ab Tag 1 ihres Studiums, sich Antworten auf die Frage “Und? Was machst du später mal damit?” zu überlegen. Zu Beginn des Studiums beantworten sie diese Fragen in aller Regel noch ernsthaft. Irgendwann passiert dann allerdings sowas. Außerdem: natürlich gibt es Leute, die sich nach dem Abitur erstmal an der Universität parken (und die gibt es wahrscheinlich in allen Fächern), die sind aber meist innerhalb von zwei Semestern wieder weg. Ich würde also generell bezweifeln, dass sich Geisteswissenschaftler KEINE Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen, wie der Artikel suggeriert. Nein, eigentlich sitzen die meisten, die ich kenne, zitternd vorm Kalender, der das Ende des Studiums anzeigt und wissen dabei schon recht genau, was sie können und was sie wollen – die Frage ist nur: will sie jemand?

4. Auch hier findet sich der vielzitierte Vorwurf, Bachelorstudenten wüssten nach ihrem Abschluss nichts mit sich anzufangen und hätten keinen Plan. Bachelorstudenten haben auch in den Geisteswissenschaften ein Wochenpensum zu bewältigen. Der Arbeitsmarkt für Geisteswissenschafts-BAs ist quasi kaum vorhanden, weil alle auf den MA hinterm Namen warten. Ich hatte während meines BAs Vorlesungen zum Thema “Historiker im Beruf”. Es kamen: Magister und vor allem Promovierte (gut, ich war auch einer der ersten BA-Jahrgänge, aber es hat sich bis heute nicht geändert). Also bleibt Folgendes: neben Hausarbeiten in den Semesterferien zu schreiben, sich um nichtbezahlte Praktika bemühen, gute Noten schreiben und den MA noch machen.

5. “Das Wichtigste ist rechtzeitig mit der Karriereplanung anzufangen.” Der nächste Jobtipp-Beratermist, der demnächst veröffentlicht wird, ist dann wahrscheinlich ein Interview mit einem Personaler, der ausdrücklich nicht an geraden Lebensläufen interessiert ist. Abgesehen davon, wahrscheinlich ist es auch für Naturwissenschaftler, Bauingenieure et alii (Come on, ich hab Latinum!) wichtig, zu wissen, was sie mal werden wollen, Praktika zu machen und sich über ihre Zukunft klar zu werden.

Fazit: wahrscheinlich nett gemeinter Artikel, der mir als Leserin aber wieder nur suggeriert, dass Geisteswissenschaftler minderwertige Schöngeister sind, die lieber im Elfenbeinturm rumhängen als “an sich zu arbeiten”, fürderhin also selbst Schuld sind, wenn sie nach dem Studium noch nicht mal mehr den Taxischein machen dürfen.

Linksabbieger (2)

801
.  (Sie wissen doch, was “.” im Internet bedeutet?)

Staatsbürgerkunde
Was diese Staatsgewalt so macht. Die CDU Hessen findet es voll okay.

…but the Bill of Rights ain’t one
Moritz gehört einfach dauergeflattrt. Und mit dem Songtext habe ich mich nie beschäftigt, umso besser…

Pausenhofscheisse
Ich hab’s geguckt. Hier steht, warum ich es besser nicht geguckt hätte.

Das archäologische Geschichtsbild bei Star Trek
Ich glaube, ich muss mich generell mal mehr mit Star Trek befassen. Passend dazu das Video der Woche:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=v2bjc6U0tjI]

Linksabbieger

Weil kuratierte Linklisten der heißeste Scheiß im Netz sind, mache ich auch mal mit. Wer mir auf quote.fm folgt, könnte die Auswahl in dieser Woche langweilig finden. (mehr …)

Frühstückend durch Bonn (1)

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0815-Frühstück im Kurzlebig. Ganz ohne Gewehr.

Vor einiger Zeit schickte ich mich an, einen Qype-Account ins Leben zu rufen, um Bonner Lokalitäten zu beurteilen, die ich blöd finde. Generell ist es ziemlich interessant, wie Qype negative Kommentare anzuziehen scheint. Irgendwie natürlich auch logisch, man schreibt wohl lieber negative Bewertungen, wenn man sich geärgert hat, als wenn man sich über etwas freut (das nimmt man ja irgendwie als selbstverständlich). (mehr …)

Historical fiction repeats itself

Aufmerksamen Lesern dieses Blogs könnte unter Umständen aufgefallen sein, dass mein Jahresvorsatz auch in diesem Jahr grandios in der zweiten Woche gescheitert ist. Das liegt in erster Linie daran, dass ich mir gleichzeitig vornehme, keine Vorsätze zu haben, sodass sich theoretisch immer mindestens ein Vorsatz, den ich fasse, erfüllt und – zum anderen – hatte ich mir da auch ein Buch ausgesucht, das es in sich hatte.  (mehr …)

This is how I work

Dieser Blogpost zu Isabellas Projekt erscheint erst jetzt, weil ich sicher gehen wollte, dass ich wirklich die allerallerletzte bin die dazu bloggt.  (mehr …)

Eulenpost

Als ich eben am Briefkasten war, musste ich extrem lange nachdenken. Diese Postkarte, die da im Briefkasten lag, war von einer Anne unterschrieben. Mhm, Anne, ratterte es da durch meinen Kopf, bis dann auch mal bei mir die Synapsen zündeten. Das Internet im Briefkasten – passiert mir nicht so oft (und liegt vielleicht auch an meinem ausdrücklichen Wunsch, keine kaputten Kugelschreibersammlungen zu erhalten). Aber dann war klar, dass mir Anne Schüßler ihre vierte Lyrikpostkarte hatte zukommen lassen.

Und da ich, wie man zumindest auf instagram gelegentlich mitbekommen kann, ein Riesen-Eulen-Fan bin, zieren meine Postkarten direkt zwei Eulen, die sich hier auch direkt mal mit der größten Eule angefreundet haben.

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Auf der Rückseite lässt sich eines von Annes lyrischen Meisterwerken finden, das ich hier zitieren möchte:

Lyrikpostkarte IV

Die eine Eule sagt “Schuhu”,
die andere nickt nur stumm dazu.

Nicht etwa, weil sie müde wär,
ihr Schweigen rührt woanders her.

Nein, weil sie den ganzen Abend lang
inbrünstig Karaoke sang.

Von Coldplay bis zu Britney Spears,
The Cure, die Stones und Tears for Fears.

Sie sang sich in der Cocktailbar
quer durchs gesamte Repertoire.

Und so verließ um acht vor vier
die Stimme unser Eulentier.

Nun sitzt sie da und sagt nichts mehr,
denkt nur: “Gelohnt hat es sich sehr.”

Und so sieht das Ganze in Annes wirklich sehr schöner Schrift aus (ich bin vor allem sehr, sehr neidisch auf deine Druckbuchstaben!):

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Liebe Anne, vielen, vielen Dank für die tolle Postkarte und das Gedicht und die  – trotzdem sie ja dann irgendwie doch angekündigt war – tierisch großartige Überraschung!