JAHRESENDZEITFRAGEBOGEN 2018

Haare länger oder kürzer?
Bis September 2018 länger, jetzt wieder kürzer. Liegt in erster Linie daran, dass ich zu viel Zeit in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verbringe.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weder noch.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Heiraten ist teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Hier könnte ein offensichtlicher Witz stehen, den ich unterlasse, weil er nicht wahr ist. Ansonsten fällt mir nichts hirnrissig ein. Hirnrissig ist wie immer meine Aufschieberitis, die ein wiederkehrendes Muster bei mir ist, die mir schon diverse Menschen anhand von ToDo-Listen und Zeitmanagement austreiben wollten. Es hat in 30 Jahren nicht geklappt.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich werde mit zunehmendem Alter, haha, hallo, ich bin 30, weniger risikofreudig. Ich habe keine Ahnung, was dieses Jahr die gefährlichste Unternehmung war. Vielleicht der Weihnachtsmarktbesuch. Aber auch nur, weil ich Weihnachtsmärkte hasse und das gefährlich hätte werden können für alle anderen. Aber ich bin ja auch selbstkontrolliert und fange nicht an Menschen, denen jegliche Rücksicht für ihre Mitmenschen fehlt, anzupöbeln. Wobei das ein Vorsatz für’s neue Jahr wäre.

Die teuerste Anschaffung?
Ein Ehemann. Wobei, gibt ja jetzt Ehegattensplitting…

Das leckerste Essen?
Ein Hochzeitsessen, aber nicht das von unserer Hochzeit.

Das beeindruckendste Buch?
Warum muss denn alles immer gleich beeindruckend sein? Reicht nicht gut? Also das beste Buch unter allen gelesenen Büchern? Aber das ist auch schwierig. Ich lese kaum noch. Ich sollte mich mehr dazu zwingen. Bleibt die Frage dieses Jahr auch unbeantwortet.

Der berührendste Film?
Nächstes Jahr wird aus „berührend“ „bester“. Ich schwanke zwischen „Three Billboards outside Ebbing…“ und „Ladybird“. Bei Ladybird saßen wenigstens keine nervigen Menschen neben mir, die sich während des Films über den Film unterhalten mussten. Seriously, gehen Sie bitte einfach nicht ins Kino, wenn Sie vorhaben den Film zu kommentieren. Oder könnten Kinobetreiber vielleicht sowas wie Eltern-Kind-Vorstellungen für Menschen machen, die sich während des Filmguckens unterhalten müssen? Ich glaube, ich ertrage brüllende Babys während eines Films besser als Menschen, die sich unterhalten. Babys *wissen* nicht, wie sie sich im Kino verhalten sollen, bei Erwachsenen setze ich voraus, dass man sich den Film leise anguckt oder seine Kommentare auf das Minimum begrenzt. Nächstes Jahr kein passiv-aggressives Husten mehr, nächstes Jahr direkt: „Entschuldigen Sie, können Sie bitte aufhören den Film zu kommentieren? Danke.“

Das beste Lied?
Habe im Sommer Spotify gekündigt wegen dieses Verschwörungstheoretiker-Podcast, den sie hosteten. Dann haben sie den Typen rausgeworfen und ich bin von Deezer wieder zurück gekommen (Deezer ist doof und außerdem hat Spotify jetzt *endlich* einen Sleep-Mode, den Deezer immer noch nicht hat). Jedenfalls: meine Jahresstatistik ist dadurch versaut. Sie ist außerdem versaut, weil es diese Playlist gibt und es ist wirklich furchtbar, weil ich deswegen meine Jahresplaylist nicht hören kann, weil da jetzt furchtbare Songs drin sind. Ironisch Musikhören ist gefährlich. Jedenfalls, es gibt zwei Songs, die ich dieses Jahr intensiv gehört habe. Hier sind sie:

Das schönste Konzert?
Ich gehe nicht mehr auf Konzerte. Ich habe nämlich folgendes gelernt: ich mag Konzerte nicht. In den allermeisten Fällen höre ich nicht das, was alle anderen zu hören scheinen. Das kann daran liegen, dass ich zu oft im Kölner Palladium auf Konzerten war. Die Akustik da ist beschissen. Also ist auch dieses Jahr das schönste „Konzert“ das appletree garden, das dieses Jahr vom 2. bis zum 4. August stattfand.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dem Mann.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Dem Mann.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Ähm, wann sind alle um mich herum so ekelhaft erwachsen geworden? Und äh, was?

2018 zum ersten Mal getan?
Geheiratet. Habe auch nicht vor, das noch mal zu machen. Es ist schön und toll und alles, aber es ist auch anstrengend und vollgeklatscht mit Erwartungen und kann außerdem zu nervigem Stress im nahverwandtlichen Umfeld führen, den man sich sparen kann, wenn man einfach *nicht* heiratet. Aber selbstverständlich war das sehr super.

Bin außerdem zum ersten Mal in eine Partei eingetreten. Das war eine dumme Idee, aber ich bin zu faul wieder auszutreten.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Mir fällt nichts ein.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Donald Trump, die AfD im Bundestag, den CSU-Vorstand

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich glaube, nächstes Jahr denke ich mir mal Fragen aus, die besser zu meinem Leben passen.

2018 war mit einem Wort…?
Äußerst angenehm.

2010201120122013201420152016 und 2017.